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20.01.2010
60 Jahre Stadtsportverband
Am 28.11.2009 feierte der Stadtsportverband sein 60-jährige Bestehen.
In ihrer Festrede erinnerte die 1. Vorsitzende, Frau Erika Mundorf, an die wechselvolle Vergangenheit, bezog sich aber auch auf die aktuellen Herausforderungen, mit welchen sich "die Ehrenamtlichen" im Sport konfrontiert sehen.
(Die Rede hier zum Nachlesen.)
Der Ratssaal war bis auf den letzten Platz besetzt - also ein würdiger Rahmen für diese kleine Jubiläumsfeier.
Sicher war das auch dem Thema des "Sportforums 2009" zu verdanken, welches mit dem Anlaß verbunden worden war.
Die Antworten des neuen Bürgermeisters, Lutz Urbach, waren angesichts der allgemein bekannten Haushaltsmisere erwartungsgemäß wenig ermutigend. In der Presseschau sind die wesentlichen Aussagen nachzulesen.
22.11.2009
"Sportforum 2009" Samstag, 28.11. 17 - 19 Uhr im Ratssaal von Bensberg
Das 60-jährige Bestehen des Stadtsportverbandes ist Anlaß,
Rückschau zu halten
und dankbar die ehrenamtliche Leistung all' derer zu
würdigen, welche über die Jahrzehnte
die Interessen der Bergisch
Gladbacher Sportvereine vertreten haben.
Wichtiger ist uns jedoch das damit
verbundene in die Zukunft weisende "Sportforum 2009":
Wir erwarten von unserem neuen Bürgermeister, Lutz Urbach, klare
Aussagen zu folgenden Fragen:
- Sind wegen fehlender Mittel bei der Instandhaltung Einschränkungen beim Betrieb der Sporthallen, Sportplätze und sonstiger Räume sportlicher Betätigung möglich?
- Wie wird die qualitative Fortentwicklung der Sportlandschaft durch zeitgemäßen und modernen Ausbau der vorhandenen Sportanlagen gesichert? Stichwort: Kunstrasenplätze.
- Welche Anstrengungen werden unternommen, um zu verhindern, dass die städtische Bäder- und Schwimmlandschaft noch weiter Schaden nimmt?
- Wird der städtische Zuschuss zur Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen auch in Zukunft gewährt?
- Wird sichergestellt, dass Vereine, die für die Allgemeinheit in Sportanlagen investiert haben, auch weiterhin finanziell unterstützt werden?
- Welcher finanzielle Spielraum ist gegeben, um die Ergebnisse des „Sportentwicklungsplans“ umzusetzen?
- Warum erhält der Stadtsportverband beinen Platz im Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport, sondern ersatzweise im Jugendhilfeausschuss?
- Muss sich die Sportstadt Bergisch Gladbach auf andere, weitergehende Einschränkungen gefasst machen?
Das kann JEDEN Verein betreffen, dem bisher freiwillige städtische
Leistungen bei der Finanzierung seiner Arbeit geholfen haben,
beispielsweise durch die Zuschüsse für Jugendliche im Rahmen der"Vereinsbeihilfe" oder durch die "Unterhaltungsbeihilfe" für
vereinseigene Sportstätten.
Es geht also nicht so sehr um die aktuell diskutierten Projekte mehr
oder weniger großer Vereine.
Es geht unter anderem auch um die Frage, ob das Lehrschwimmbecken am
Mohnweg und damit der Schwimmunterricht aller Refrather Schulen dem
Rotstift zum Opfer fallen darf, was natürlich auch den Schwimmsport
betreibenden Vereinen erneut herbe Einbuße bei ihren Trainingszeiten
bescheren würde.
Es geht um den Sanierungsstau bei Sportstätten, welche immer häufiger
vorübergehend für den Betrieb gesperrt werden müssen - wann folgt die
erste endgültige Schließung??
Der Stadtsportverband vertritt "statistisch gesehen" rund ein Viertel
der Bevölkerung unserer Stadt - zeigen Sie den Verantwortlichen der
Stadt durch Ihre Teilnahme, daß das kein theoretisches Zahlenspiel ist.
Unterstützen Sie "Ihren Interessensverband" durch Ihre Anwesenheit!
13.05.2009
Allgemeine Anmerkungen zur Sport- und Vereinsentwicklung
Zu Beginn der Mitgliederversammlung referierte Walter Schneeloch, Präsident des LSB NRW, über dieses Thema.
Wir veröffentlichen das Referat an dieser Stelle, da es für alle Verantwortlichen unserer Mitgliedsvereine wert ist, zu prüfen, inwieweit sie darin enthaltene Anregungen zum Nutzen ihres Vereins in die Praxis umsetzen können.
06.01.2009
Der Sportentwicklungsplan Bergisch Gladbach
Seit dem vergangenen Jahr ist das Thema "Sportentwicklungsplan" in Bergisch Gladbach in der Diskussion.
Wie sieht ein solcher Plan aus, auf welcher Grundlage wird er erstellt? Wen betrifft er?
Und was kann er nutzen, wenn auf absehbare Zeit die finanziellen Mittel der Stadt keinen Spielraum für Investitionen lassen, um Ziele zu verwirklichen, welche sich gegebenenfalls aus dem Papier ergeben?
Um allen davon Betroffenen, und das ist die gesamte Bevölkerung, Antworten auf diese Fragen zu geben, veranstaltete der Stadt-Sportverband Bergisch Gladbach e.V. am 20. November 2008 zum zweitenmal ein Sportforum.
Neben dem Bürgermeister, Klaus Orth, erläuterten Vertreter aus Politik und Sport ihre Ansichten zu diesem Projekt.
An dieser Stelle soll allen Interessierten Gelegenheit gegeben werden, sich mit dem Thema vertraut zu machen.
1. Was heißt "Sportentwicklungsplan"
Volker Weirich, Leiter des Sportamts, präsentierte in einer Übersicht Zielsetzung, zu beachtende Rahmenbedingungen, Durchführungskonzept sowie Ablaufschema bis zur endgültigen Verabschiedung dieser Entscheidungshilfe für zukünftige Maßnahmen auf dem Weg zu einer "sport- und bewegungsfreundlichen Stadt".
Im Stenogramm die Kernpunkte:
- Alle Einwohner stehen im Mittelpunkt der Untersuchung:
Ihre sportlichen Aktivitäten - egal, ob in Vereinen, bei kommerziellen Anbietern oder in Eigeninitiative -
aber auch mangels entsprechender Angebote ihre "offenen Wünsche".
- Wohin entwickelt sich das Sportverhalten - vereinsgebunden oder lieber "nach Gutdünken"?
Wohin führt die Entwicklung sogenannter "Trendsportarten"?
- Die Sportstättensituation - Bestandsaufnahme und Beurteilung hinsichtlich der Erfüllung von Wünschen aus der Bevölkerung.
- Professionelle Erhebung dieser Basisdaten.
- Gemeinsame Ausarbeitung der Planung unter Einbeziehung lokaler Experten/Vereine.
Und was nutzt das Ganze? Um diese provokante Frage der Einleitung nach der Finanzierbarkeit notwendiger Investitionen zu beantworten: So, wie die Stadt in den letzten Jahren Ausgaben in Millionenhöhe zur Erstellung und Sanierung von Sportstätten schulterte, werden auch in Zukunft Mittel zur Verfügung stehen, um wie bisher Investitionen in den Sport zu erlauben. Aber:
Gestützt auf die Erkenntnisse über die aktuelle und zukünftig zu erwartende Nachfrage nach Sportstätten kann eine Prioritätenliste aufgestellt werden, um die vorhandenen Mittel bedarfsgerecht und zielorientiert einzusetzen.
Hier finden Sie die dazugehörende Power-Point-Präsentation.
2. Die aktuelle Situation im "organisierten" Sport von Bergisch Gladbach
Klaus Neubauer, stellvertretender Geschäftsführer des Stadtsportverbandes, erläuterte unter dem Titel "Der Sport in Bergisch Gladbach" eine in Zusammenarbeit mit Jochen Baumhof vom TV Refrath erstellte ausführliche Analyse des Ist-Zustandes, soweit dieser sich aus den vorliegenden Daten der Mitgliedsvereine ableiten läßt.
Auch hierzu einige Stichpunkte:
- Mitgliederschwund und relativ geringer Organisationsgrad (Anteil Sporttreibender in Vereinen).
- Überproportionale Defizite in den Altersklassen von 19 bis 60 Jahren -
also in Zeiten der Berufsausbildung und -ausübung.
- "Ausgebuchte" Sportstätten - "Engpaß Schwimmen", auch für die Allgemeinheit!
- Ehrenamt und Wertschöpfung - geldwerter Dienst an der Allgemeinheit:
Sozialarbeit - Gesundheitsförderung - "Dienstleistungen" zu Gunsten der Stadt.
- Offene Fragen - insbesondere bezüglich des nicht-organisierten Sports.
- Facit: Die von der Verwaltung vorgeschlagene Feldstudie ist unverzichtbar!
Die Untersuchung mit ausführlicher Kommentierung können Sie hier einsehen.
3. Ein Facit
Einhellig wurde von den Teilnehmern des Forums das Vorgehen der Stadt begrüßt, also auch die externe Vergabe des Marktforschungsauftrags, wofür das Geld übrigens nicht aus dem Sport-Etat entnommen werden wird. Allein die Höhe der prognostiziereten Kosten (€ 60.000) gibt noch Anlaß, über Sparmöglichkeiten nachzudenken.
4. Presse-Echo
Erfreulicherweise war die Lokalpresse vollzählig der Einladung zum Sportforum gefolgt.
Hier finden Sie die Stimmen aus der Tages- und Wochenpresse.
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